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Energie sparen lohnt sich doppelt: Neben den sinkenden Heizkosten können Besitzer von Wohngebäuden bei Energieberatung, Dämmung und Heizungsumrüstung von den Förderinstrumenten profitieren, die die Bundesregierung über KfW und BAFA zur Verfügung stellt.


Vielfältige Förderung für Energiesparmaßnahmen



Eisbär

Verbesserte Förderung durch die KfW

Unter der Bezeichnung "KfW-Effizienzhaus" fördert die KfW Energiespar-Maßnahmen bei Wohngebäuden. Es werden verschiedene Förderstandards für Neubau und Sanierung angeboten. Die Konditionen sind so günstig wie seit langem nicht mehr:

In der Kreditvariante werden energiesparende Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden, für die vor 1995 der Bauantrag gestellt wurde, mit Zinssätzen unter den marktüblichen Prozentwerten gefördert. Für die ersten 10 Jahre der Kreditlaufzeit beträgt der Effektivzins nur 0,75 %. Zudem wird ein "Tilgungszuschuss" gewährt, d.h. ein Teil der zurückzuzahlenden Darlehenssumme wird erlassen.

  • "KfW-Effizienzhaus", Programm 151: Wenn das Haus als ganzes das energietechnische Niveau eines Neubaus erreicht oder übertrifft, beträgt der Tigungszuschuss 12,5 bis 27,5 %. Der Prozentsatz bemisst sich nach dem Verhältnis der erreichten Energiekennwerte zu den Anforderungen an einen Neubau mit gleichen Abmessungen. Der maximale Kreditbetrag beträgt 100.000 ¤ pro Wohneinheit.

  • Folgende Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung werden im Programm 152 gefördert, wenn ein höherer Wärmeschutz erreicht wird, als von der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeschrieben:

    • ▫ Wärmedämmung von Wänden, Wärmedämmung von Dachflächen und Geschossdecken

    • ▫ Erneuerung der Fenster und Außentüren

    • ▫ Erneuerung der Heizungsanlage mit Brennwerttechnik

    • ▫ Optimierung bestehender Heizungsanlagen

    • ▫ Einbau einer Lüftungsanlage 

Auch bei Einzelmaßnahmen gibt es einen "Tilgungszuschuss", er beträgt hier 7,5 % bzw. 12,5 %. Die Höchstgrenze des Kredits beträgt 50.000 ¤ pro Wohneinheit.

  • Auch zur Förderung von Heizungen auf Basis Erneuerbarer Energien wird von der KfW eine günstige Kreditfinanzierung angeboten (Programm 167).

Wenn keine Kreditfinanzierung vorgesehen ist, bietet die KfW im Programm 430, als Ausgleich zur Zinssubventionierung, für Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen auch eine reine Zuschussvariante für Einzelmaßnahmen und Gesamtsanierungen an. Die Zuschüsse liegen je nach erreichter Energieeffizienz zwischen 10 und 30 %, also jeweils 2,5 % höher als die Tilgungszuschüsse in der Kreditvariante.

Im Programm 153 wird der Neubau von energiesparenden Wohnhäusern mit Effektiv-Zinssätzen ab 1,36 % gefördert. Für das "Effizienzhaus 55" und "Effizienzhaus 40", bei denen die Standard-Anforderungen um ca. 25 bzw. 45 % übertroffen werden, wird auch hier ein Tilgungszuschuss von 5 bzw. 10 % gewährt. Beim "Effizienzhaus 40 Plus", das über eine Photovoltaik-Anlage mit Stromspeicher und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verfügt, erhöht sich der Tilgungszuschuss auf 15 %.

Im Programm 153 ist der Kredit-Höchstbetrag auf 100.000 ¤ pro Wohneinheit begrenzt.

Das Programm 153 ist auch anwendbar, wenn bisher unbeheizte Gebäude oder Gebäudeteile zu Wohneinheiten ausgebaut werden.

Förderung der "Baubegleitung" im Programm 431:

Damit Sie bei der Realisierung Ihrer Sanierung oder Ihres Neubaus fachkundige Unterstützung bekommen, und Energie-Einspareffekte sichergestellt werden, knüpft die KfW ihre Förderung an eine "Baubegleitung". Damit ist die Planung der energetisch relevanten Details, dieUnterstützung bei der Auswertung der Angebotse und die Kontrolle kritischer Punkte bei der Bauausführung gemeint. Hierfür zahlt die KfW einen Sonderzuschuss: Im Programm 431 werden Architekten- und Ingenieurleistungen im Rahmen von KfW-geförderten Energiesparmaßnahmen oder Neubauvorhaben zu 50 % übernommen (Obergrenze 4.000 ¤). Hier ist der energiepunkt Ihr qualifizierter Ansprechpartner.

Unser Tipp: Energiespar-Maßnahmen sollten -unabhängig davon, ob im Antragsverfahren ein Sachverständiger eingeschaltet werden muss- stets hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit individuell geprüft werden. Oft sind Detailfragen zu klären, und eine Prüfung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses ist vor einer größeren Investition immer sinnvoll. In diesen Fällen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Oft können schon bei einem Ortstermin wichtige Fragen geklärt werden.


Altersgerecht und einbruchsichernd Umbauen wird gefördert

Die KfW fördert im Programm 159 Modernisierungs­maßnahmen, mit denen Sie Barrieren reduzieren, Ihren Wohn­komfort erhöhen oder in Einbruch­schutz investieren. Hiervon können alle Altersgruppen profitieren: Es werden Umbaumaßnahmen finanziert, die es älteren Menschen ermöglichen, möglichst lange in der gewohnten Umgebung zu verbleiben, oder behinderten oder in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen oder Familien mit Kindern zugute kommen. Für die von der KfW empfohlene Beratung durch einen Architekten sind wir Ihr Ansprechpartner.

Beim Einbau einbruch­hemmender oder ­barriere­armer Fenster, Balkon- und Terrassen­türen verweist die KfW auf die Programme 152 bzw. 430 zum Energie­effizient Sanieren - in diesem Fall führen wir die dabei verlangte Baubegleitung durch.

Zuschüsse im BAFA-Förderprogramm für Erneuerbare Energien erhöht

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz: BAFA) fördert im "Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien" die Nutzung erneuerbarer Energien in Bestandsgebäuden mit Investitionszuschüssen bei Solaranlagen, Biomasse-Anlagen und Wärmepumpen. Die Zuschussbeträge wurden im April 2015 kräftig erhöht, und Solarkollektoranlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung werden seitdem wieder gefördert. Die wesentlichen Punkte in Kurzfassung:

  • Zuschuss bei Solarkollektoranlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung: Ab 3 m2 Kollektorfläche und 200 Liter Speichervolumen 50 Euro je angefangenem Quadratmeter Bruttokollektorfläche, mindestens jedoch 500 Euro

  • Zuschuss bei Solaranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung: Zuschuss 140 ¤/m2  Bruttokollektorfläche (ab 9 bis 40 m2, Pufferspeicher 50 l/m2), mindestens 2.000 ¤.

  • Zuschuss bei automatisch beschickten Heizanlagen mit Brennstoff Holz: 36 ¤/kW Leistung, Mindestförderung

        ▫ bei Pelletöfen mit Heizwasser-Wärmetauscher: 2.000 ¤

        ▫ bei Pelletkesseln: 3.000 ¤

        ▫ bei Pelletkesseln mit Pufferspeicher, Mindestvolumen 30 Liter/kW Kesselleistung: 3.500 ¤

  • Emissionsarme Scheitholzvergaserkessel werden mit 2.000 ¤ bezuschusst.

  • Förderung von Wärmepumpen, wenn folgende Jahresarbeitszahlen erreicht oder überschritten werden:

        ▫  3,5 bei Luft-Wasser-Wärmepumpen: Zuschuss 40 ¤ je kW Leistung, mindestens 1.300 ¤

        ▫  3,8 bei Sole-Wasser-Wärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmepumpen (4,0 bei Nichtwohngebäuden): Zuschuss 100 ¤ je kW Leistung, mindestens 4.000 ¤ (4.500 ¤ mit einer Erdsondenbohrung)

        ▫  1,3 bei gasbetriebenen Wärmepumpen

  • Bei Ersetzung besonders ineffizienter Heizungsanlagen oder Integration einer heizungsunterstützenden Solarthermieanlage in Kombination mit einer Optimierung des gesamten Heizungssystems werden 20 % Zusatzförderung ausgezahlt ("Anreizprogramm Energieeffizienz").

    Zusätzlich werden die Fördersätze bei Kombination mit dem Einbau eines neuen Heizkessels oder einer guten Wärmedämmung des Gebäudes um bis zu 50 % erhöht.

Beim BAFA gilt seit Anfang 2018 der Grundsatz, dass Zuschussanträge gestellt werden müssen, bevor der Auftrag erteilt wird.


Zuschüsse zur Energieberatung

Vom BAFA ebenfalls bezuschusst wird die "Energiesparberatung vor Ort" für Wohngebäude. Der energiepunkt ist vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als Energieberater zugelassen (Mehr dazu). Die Richtlinien des BAFA für die Energiesparberatung finden Sie hier.

Die Energieberatung ist der erste Schritt für Ihre Sanierung. Seit 1. März 2015 hat das BAFA die Förderung der "Energieberatung vor Ort" kräftig angehoben. Dies ist ein standardisiertes, qualitätsgesichertes Verfahren, mit dem für Wohngebäude ein "Fahrplan" für Sanierungsmaßnahmen ausgearbeitet wird, mit denen der energietechnische Standard eines Neubaus erreicht wird. Es wird ein ausführliches Gutachten erstellt. Dabei wird untersucht, welche Maßnahmen mit positivem Kosten-Nutzen-Verhältnis Energie einsparen. Auch über die aktuellen Fördermittel und Boni wird informiert.Der Beratungsbericht muss anbieterneutral sein und wird vom BAFA geprüft.

Das BAFA übernimmt 60 % der Beratungskosten:

  • bei einem Ein- oder Zweifamilienhaus bis zu einem Maximalbetrag von 800 Euro.

  • bei einem Wohnhaus mit mindestens drei Wohneinheiten ebenso bei 60 % der förderfähigen Kosten, der Höchstbetrag liegt hier bei 1.100 Euro.

  • Wenn die Beratung für eine Eigentums-Wohnanlage erstellt wird, wird ein Sonderzuschuss für die Erläuterung des Gutachtens vor der Eigentümergemeinschaft oder dem Beirat gezahlt.

Wir sind beim BAFA für die geförderte Energieberatung vor Ort zugelassen. Fordern Sie ein unverbindliches Angebot an !


EnEV - was hat sich geändert ?

Am 1. Mai 2014 ist die novellierte Energieeinsparverordnung in Kraft getreten, und seit 1.Januar 2016 sind die Anforderungen nochmals verschärft:

Erweiterte Verpflichtung zum Energieausweis

Verkäufer und Vermieter müssen den Energieausweis künftig immer vorlegen, wenn Mieter eine neue Wohnung besichtigen- bisher war dies nur auf Verlangen erforderlich. Auch in Immobilienanzeigen müssen die Kennzahlen des Energieausweis mit angegeben werden. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Verpflichtung zum Austausch von Heizkesseln erweitert

Diese Verschärfung ist eher moderat: Sie betrifft weder Niedertemperatur- und Brennwert-Heizungen, noch Ein- und Zweifamilienhäuser, in denen am Stichtag 1. Februar 2002 mindestens eine Wohnung vom Besitzer selbst bewohnt wurde.  Für alle anderen gilt jedoch:

  • Ab 2015 müssen Öl- und Gasheizungen, die vor 1985 eingebaut wurden, außer Betrieb genommen werden (bisherbetraf dies die Baujahre vor 1978).

  • Öl- und Gasheizungen, die nach dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden, müssen nach 30 Jahren ersetzt werden.

  • Wechselt ein Altbau den Eigentümer, muss der neue Besitzer der Austauschpflicht innerhalb von zwei Jahren nachkommen.

Dachbodendämmung: Mindestwärmeschutz ist Pflicht

Auch die Nachrüstverpflichtung zur Dachbodendämmung wird mit der EnEV 2014 neu geregelt:

  • Oberste Geschossdecken -also Decken beheizter Räume, die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzen, müssen bis Ende2015 gedämmt sein. Ausgenommen sind Decken, die schon die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz erfüllen. ZurOrientierung: Die vorhandene Dämmschicht muss dazu ca. 5 cm dick sein. Esist aber der gesamte Deckenaufbau mit den verbauten Materialien zu berücksichtigen. Im Zweifelsfall erstellen wir für Sie einegenaue Berechnung.

  • Die EnEV-Forderung gilt auch als erfüllt, wenn das Dach darüber gedämmt ist. Hiervon kann ausgegangen werden,wenn eine Dämmschicht von 10 cm oder mehr vorhanden ist. Auch hier können wir prüfen, ob eine nachträgliche Dämmungerforderlich ist oder nicht.

Auch von dieser Regelung sind nur Hausbesitzer ausgenommen, die zum Stichtag 1. Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben.

Anforderungen beim Neubau

Über die mit der EnEV verbundenen Anforderungen an Dämmung und Heiztechnik eines Neubaus sollten Sie sich schon in einem frühen Planungsstadium informieren - wir beraten Sie gern.

Außerdem müssen Neubauten einen Teil ihrer Wärme aus erneuerbare Energien beziehen. Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) schreibt verbindlich den Einsatz von Solaranlagen, Wärmepumpen oder Biomasseheizungen vor. Alternativ kann die Wärmedämmung soweit verbessert werden, dass der Energiebedarf des Hauses um 15 Prozent unter den gesetzlichen Anforderungen liegt.

Gut beraten ist, wer rechtzeitig vor Baubeginn einen Energieberater hinzuzieht. Wir erarbeiten eine auf Ihr Gebäude maßgeschneiderte, energietechnisch und wirtschaftlich optimale Lösung, und erstellen natürlich auch die beim Bauantrag vorzulegenden Nachweise.

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